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Solar-Hybridsysteme: neue Perspektiven für die ländliche Elektrifizierung und regionale wirtschaftliche Entwicklung
Die in den ländlichen Regionen Afrikas in weiten Teilen fehlende Stromversorgung ist eine Ursache für die unzureichende wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern. Abseits der größeren Städte erzeugen, wenn überhaupt, Dieselgeneratoren den nötigen Strom. Vor dem Hintergrund drastisch steigender Kosten für Rohöl und der stetigen Verknappung dieser Ressource resultiert aus dieser Form der Stromversorgung langfristig eine Einschränkung der wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas. Das Kölner Unternehmen Energiebau Solarstromsysteme GmbH hat gemeinsam mit InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH ein Konzept zur ländlichen Elektrifizierung in Afrika auf Basis erneuerbarer Energien entwickelt und mit der Deutschen Energieagentur dena ein Referenzprojekt erfolgreich durchgeführt. In dem Dorf Mbinga in Tansania haben die Beteiligten den Aufbau eines Solar-Hybridsystems unter Einbindung der Bevölkerung vor Ort erfolgreich umgesetzt. Die neue Technologie koppelt eine Solarstromanlage mit einem Generator, der mit Öl betrieben wird, das die Bevölkerung vor Ort aus der für Mensch und Tier nicht eßbaren Jatropha-Nuß gewinnt. Ende August 2006 kehrten die Spezialisten von Energiebau aus Mbinga/Tansania zurück und vermeldeten den erfolgreichen Abschluß des Projektes. Die Anlage versorgt nun 80 km von der im Süden des Landes gelegenen Stadt Songea entfernt Einrichtungen der Vincentian Sisters in Mbinga mit mehr als 140 Menschen in zwölf Gebäudekomplexen mit Strom aus Erneuerbaren Energien.
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Unsere Versorgung mit Wärme und Strom beruht bislang zu einem großen Teil auf den nur begrenzt vorhandenen fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle. In weiten Teilen bestehen hier Abhängigkeiten von Rohstoffimporten. Die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle setzt zudem kurzfristig das über Millionen von Jahren gebundene Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) frei. Auch die Nutzung der Atomenergie ist abhängig von Rohstoffimporten, da sämtliche Uranvorkommen im Ausland liegen. Die Versorgung mit Energie kann hingegen insbesondere in ländlichen Regionen auf heimischen Energieträgern wie Holz, Gülle, Energiepflanzen und anderen Biomassen beruhen. Der Vorteil von Biomasse als gespeicherter Sonnenenergie liegt in ihrer Lagerfähigkeit und ständigen Verfügbarkeit entsprechend dem zeitlichen Bedarf. Sie ist sowohl im Grundlast- als auch im Spitzenlastbereich einsetzbar. Wie eine derartige Wärme- und Strombereitstellung erfolgen kann, wird zur Zeit beispielhaft im ersten Bioenergiedorf Deutschlands, dem Dorf Jühnde bei Göttingen umgesetzt.
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